Trump als „Jammerlappen“ bezeichnet nach Anwaltsaussagen über „Machtmissbrauch“

Als eine Routinezeremonie plötzlich außer Kontrolle gerät

Live-Übertragungen aus dem Weißen Haus bergen stets ein gewisses Risiko. Eine einzige unerwartete Frage reicht aus, um jede noch so geplante Veranstaltung zum Entgleisen zu bringen – und genau das geschah hier auf eine Weise, die das Publikum im ganzen Land sprachlos zurückließ.

Ein Wutausbruch vor laufenden Kameras

Im August saß Präsident Donald Trump im Oval Office, um offiziell eine neue Kommission ins Leben zu rufen. Die feierliche Unterzeichnung der entsprechenden Dokumente wurde jedoch jäh unterbrochen, als ein anwesender Reporter das Thema auf eine viel diskutierte juristische Niederlage lenkte.

Die Frage bezog sich auf die überraschende Entscheidung des Justizministeriums, das Strafverfahren gegen den ehemaligen Olympioniken David Hearn einzustellen. Die Behörden hatten dem Sportler ursprünglich vorgeworfen, den berühmten Lincoln Memorial Reflecting Pool absichtlich beschädigt zu haben.

Trumps Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Er richtete seinen gesamten Zorn umgehend gegen Staatsanwältin Jeanine Pirro und erklärte den Journalisten unverblümt, sie habe aus seiner Sicht vollständig versagt – und er habe schlicht keine Ahnung, was in diesem Fall wirklich passiert sei.

Die Stimmung im Raum verschlechterte sich spürbar, als der Reporter nachhakte und nach der Zukunft von Jeanine Pirro in der Regierung fragte. Statt einer diplomatischen Antwort folgte eine direkte Schimpfkanonade gegen den Journalisten.

Beschimpfungen gegen Pressevertreter

„Das weiß ich nicht! Wissen Sie was? Ihr seid einfach nur Lügenmedien! Reden Sie nie wieder mit mir!“ schrie er außer sich. Dann holte er tief Luft und setzte seinen verbalen Angriff unvermindert fort: „Ihr verbreitet Fake News! Ihr gehört zum schlechtesten Teil der ganzen Branche! Zum Glück schaut euch sowieso kaum jemand zu!“

Das Video dieses Ausbruchs verbreitete sich in rasantem Tempo über die sozialen Netzwerke. Zahlreiche Nutzer machten sich über das Verhalten des Präsidenten lustig, wobei jemand treffend bemerkte, er wirke wie ein gewöhnlicher „Jammerlappen“, der über alles und jeden klage.

Ein weiterer Nutzer ging noch einen Schritt weiter und bezeichnete ihn als „unerträglichen Dummkopf“, der nicht in der Lage sei, eine einfache direkte Frage zu beantworten. Seine treuesten Anhänger hingegen sprangen sofort für ihn in die Bresche und lobten ihn dafür, den kritischen Reporter so entschlossen in die Schranken gewiesen zu haben.

Ein Verfahren auf wackeligem Fundament

Die Wurzeln dieses hitzigen Streits reichen bis Ende Juli zurück. Damals beantragte Staatsanwältin Jeanine Pirro beim zuständigen Richter formell die sofortige Einstellung aller Anklagepunkte gegen David Hearn. Grundlage dafür waren neue Erkenntnisse, die eindeutig belegten, dass der Schaden am Becken des Denkmals nicht durch Vandalismus entstanden war.

Die öffentliche Erklärung des Anwaltsteams des Sportlers enthüllte die tatsächliche Ursache des Vorfalls. Verantwortlich war ein Bauunternehmer, der unter enormem Zeitdruck stand und beim verzweifelten Versuch, die notwendigen Arbeiten für die Feierlichkeiten zu America 250 rechtzeitig abzuschließen, den Schaden unbeabsichtigt verursacht hatte.

Die Verteidigung forderte daraufhin eine offizielle Entschuldigung der Regierung. In ihrer öffentlichen Stellungnahme betonten die Anwälte, dass die bloße Einstellung des Verfahrens den offenkundigen Machtmissbrauch durch den Staatsapparat nicht ungeschehen machen könne. Ihrer Ansicht nach wurde ein völlig unschuldiger, patriotischer Amerikaner grundlos verhaftet und öffentlich bloßgestellt.

Author

  • Lena Hoffmann ist eine deutsche Content Creatorin, die Inspirationen rund um Wohnen, Organisation und den Alltag teilt. Ihre Inhalte verbinden praktische Tipps mit modernen Ideen für ein angenehmes Zuhause.

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