Eine kleine Taste mit erstaunlich großer Wirkung
Auf dem Armaturenbrett Ihres Autos befindet sich eine unscheinbare Taste, die jede Fahrt spürbar angenehmer gestalten kann – besonders wenn Sie hinter einem qualmenden Lastwagen feststecken oder einen langen, verstopften Tunnel durchfahren. Dennoch bedienen die meisten Autofahrer diese Funktion völlig falsch und verschenken damit sowohl die Luftqualität im Innenraum als auch die Effizienz der Klimaanlage.
Sofort reagieren beim ersten Geruch von schlechter Luft
Die Taste mit dem Symbol eines kleinen Autos und einem gebogenen Pfeil dürfte jedem Fahrer bekannt sein. Ihre Aufgabe ist denkbar einfach: Sie unterbricht vorübergehend den Zufluss von Außenluft und lässt stattdessen die bereits im Fahrzeuginnenraum vorhandene Luft zirkulieren.
Unter Autofahrern hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es keinen Sinn ergibt, diese Funktion zu aktivieren, sobald Abgase bereits ins Fahrzeuginnere gelangt sind. Fachleute aus der Automobilbranche sehen das jedoch genau umgekehrt. Die Taste sollte in dem Moment gedrückt werden, in dem der erste unangenehme Geruch wahrgenommen wird.
Zu diesem Zeitpunkt ist der Innenraum noch nicht vollständig mit verschmutzter Luft gesättigt, sodass keine Gefahr besteht, ausschließlich Schadstoffe einzuatmen. Das schnelle Schließen der Ventile reduziert die Menge an Rauch, Staub und unangenehmen Gerüchen, die das Belüftungssystem von außen ansaugen würde, drastisch. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich besonders im Stau, bei der Durchfahrt langer Tunnel sowie beim Fahren hinter Fahrzeugen mit hohem Schadstoffausstoß.
Der häufigste Fehler nach dem Verlassen der belasteten Zone
Der verbreitetste Irrtum, den Fahrer begehen, ist die Innenraumluft-Umwälzung zu lange eingeschaltet zu lassen. Sobald der kritische Streckenabschnitt passiert ist, muss unbedingt wieder frische Außenluft in den Innenraum gelassen werden.
Ein über längere Zeit geschlossener Fahrzeuginnenraum führt zu einem raschen Anstieg der Kohlendioxidkonzentration. Die erhöhte CO2-Menge macht die Luft stickig, was bei den Insassen unangenehme Müdigkeit und eine gefährliche Schläfrigkeit auslösen kann. Viele neuere Fahrzeuge sind glücklicherweise mit intelligenten Systemen ausgestattet, die die Umluftfunktion nach einer bestimmten Zeit automatisch deaktivieren.
Der versteckte Vorteil in den Sommermonaten
Diese Funktion bietet in den heißen Sommermonaten noch einen weiteren, keineswegs zu unterschätzenden Vorzug. Dank der Umluftschaltung kühlt die Klimaanlage den Innenraum deutlich schneller ab, da sie mit bereits vorgekühlter Luft arbeitet, anstatt kontinuierlich die warme Außenluft herunterregeln zu müssen.
Allerdings sollte die Funktion nicht eingesetzt werden, wenn die Scheiben beginnen zu beschlagen. In diesem Fall ist die normale Frischluftzufuhr von außen weit besser geeignet, um die Feuchtigkeit wirksam zu beseitigen.
Ein hochwertiger Innenraumfilter rundet das System ab
Die Leistungsfähigkeit des gesamten Belüftungssystems wird maßgeblich durch den regelmäßigen Wechsel des Innenraumfilters unterstützt. Hochwertige Modelle mit Aktivkohle halten zuverlässig einen Großteil von Pollen und Gerüchen zurück, bevor diese die Insassen erreichen – und machen die Umluftfunktion genau dann noch nützlicher, wenn man sie wirklich braucht.










