Ein ruhiger Spaziergang verwandelt sich in ein erschütterndes Erlebnis
Was als entspannter Moment in der Nähe seiner Residenz in der Grafschaft Norfolk gedacht war, entwickelte sich zu einem beängstigenden Vorfall – und landet nun vor Gericht. Andrew Mountbatten-Windsor schilderte in seiner Zeugenaussage detailliert den Augenblick, in dem er einem maskierten Mann gegenüberstand. Laut der im Gerichtssaal verlesenen Erklärung soll dieser unbekannte Mann versucht haben, ihn zu verfolgen.
Der gesamte Vorfall steht nun im Mittelpunkt eines laufenden Strafverfahrens, das den Plänen zufolge noch vor Jahresende abgeschlossen sein soll.
Die Ereignisse des 6. Mai in Sandringham
Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass der jüngere Bruder des britischen Königs am 6. Mai Zeit auf seinem Landsitz in Sandringham verbrachte. Während seiner Ausfahrt bemerkte er ein geparktes Fahrzeug, das er zunächst für das Auto lokaler Boulevardfotografen hielt.
Als das Fahrzeug vorbeifuhr, fiel ihm ein unbekannter Mann auf. Der Herzog erklärte vor Gericht, dass der Betreffende beim Umdrehen sein Gesicht mit einer Stricksturmhaube verdeckt hatte. Dies erschien ihm in diesem Zusammenhang sofort völlig fehl am Platz.
Die Situation eskalierte schnell. Ein streunender Hund lief unvermittelt auf den Unbekannten zu, woraufhin dieser offenbar erkannte, wen er vor sich hatte. Danach rannte er direkt auf das königliche Fahrzeug zu. Die Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, dass dieses aggressive Verhalten beim Mitglied der Königsfamilie begründete Angst vor körperlichen Übergriffen ausgelöst hat.
Der Fall vor Gericht
Für den Vorfall in der Nähe des Dorfes Wolferton und des Anwesens Marsh Farm muss sich nun Alex Jenkinson, 39 Jahre alt, verantworten. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sind schwerwiegend: Einsatz drohender, beleidigender oder anderweitig erniedrigender Worte und Verhaltensweisen.
Die Anhörung am Magistratsgericht in Westminster begann mit einer kleinen Verzögerung. Der Angeklagte war nämlich mit seinem Hund erschienen, dem die Sicherheitskräfte den Zutritt zum Gerichtsgebäude verweigerten.
Seine Pflichtverteidigerin Claire Howell erläuterte dem Richter anschließend die Hintergründe. Ihr Mandant ist derzeit obdachlos, lebt in einer Pension und hat eine starke Bindung zu dem Tier, da es ihm hilft, die Symptome seiner ADHS zu bewältigen.
Etwa einen Monat nach dem aufgewühlten Aufeinandertreffen wurde Jenkinson auf Grundlage des Gesetzes zur psychischen Gesundheit festgenommen. Darüber hinaus räumte er ein, am Tag des mutmaßlichen Vorfalls die Abgabe einer Blutprobe auf einem Polizeirevier verweigert zu haben.
Prozessauftakt am 21. Dezember
Der mit großer Aufmerksamkeit verfolgte Prozess soll am 21. Dezember beginnen. Es wird erwartet, dass Andrew Mountbatten-Windsor seine zentrale Aussage per Videoschalte abgeben wird. Der Kern des gesamten Verfahrens bleibt eine einzige entscheidende Frage: ob das aggressive Verhalten in der Nähe der königlichen Ländereien tatsächlich begründete Sicherheitsbedenken für den Herzog ausgelöst hat.










