Der mediterrane Sommer, der einfach nicht endet
Nur weil die Hauptreisesaison langsam zu Ende geht, bedeutet das noch lange nicht, dass der Badeanzug im Schrank verschwinden muss. Angenehme Temperaturen und schönes Wetter halten sich an vielen Reisezielen noch weit über den großen Touristenansturm hinaus.
An den Küsten rund ums Mittelmeer wärmt die Sonne auch nach dem Sommerhöhepunkt noch wohltuend. Die Tage bleiben hell und warm, während der hektische Trubel der beliebtesten Urlaubsorte einer entspannteren, authentischeren Atmosphäre weicht.
Wer einen Urlaub außerhalb der Hauptsaison plant, sollte nicht nur auf die Unterkunftsverfügbarkeit achten – entscheidend sind vor allem die stabilen Wassertemperaturen und das allgemeine Preisniveau am gewählten Zielort.
Wer Sonnenbaden, Kulturausflüge und eine stressfreie Atmosphäre clever miteinander verbinden möchte, trifft mit September und Oktober eine Wahl, die sowohl dem Geldbeutel als auch der Seele guttut.
Meerwasser mit 25 Grad noch im Oktober
Auf der tunesischen Insel Djerba endet die Badesaison mit dem September keineswegs. Während an den meisten europäischen Strandorten die Strandbars bereits ihre Rollläden herunterlassen, herrschen hier schlichtweg perfekte Bedingungen.
Im September hält das Meer eine bemerkenswerte Durchschnittstemperatur von rund 28 Grad Celsius, die im Oktober auf immer noch sehr angenehme und einladende 25 Grad sinkt.
Auch an Land gibt es keinen Grund zur Enttäuschung. Zu Herbstbeginn zeigen die Thermometer entspannte dreißig Grad – jedoch ohne die erdrückende, zehrende Hitze der Hochsommermonate.
Dieses günstige Klima eröffnet Reisenden hervorragende Möglichkeiten, die Insel weit über die Strandliegen des eigenen Hotels hinaus zu erkunden.
Djerba hat nämlich deutlich mehr zu bieten als reine All-inclusive-Ressorts. Seit 2023 steht die Insel auf der UNESCO-Welterbeliste – eine Auszeichnung, die vor allem ihrer einzigartigen traditionellen Architektur und ihrem außergewöhnlichen kulturellen Reichtum zu verdanken ist.
Wer durch Orte wie Houmt Souk oder Erriadh schlendert oder die lokalen Märkte im Landesinneren besucht, entdeckt ein völlig neues, unverfälschtes Gesicht dieses nordafrikanischen Juwels.
Wer das Hotel verlässt, spart wirklich erheblich
Die überraschendsten Preisunterschiede zeigen sich genau dort, wo man sich von den touristischen Hauptzonen entfernt und sich an einen Tisch mit Einheimischen setzt.
In Lokalen, die vorwiegend von der ansässigen Bevölkerung besucht werden, lässt sich ein einfaches, schmackhaftes Gericht für umgerechnet rund 55 bis 80 tschechische Kronen genießen.
Ähnlich attraktiv sind die Getränkepreise. Eine gute Tasse Cappuccino in einem nicht-touristischen Café kostet gerade einmal 15 bis 22 Kronen. Strandressorts und Restaurants, die auf ausländische Gäste ausgerichtet sind, verlangen naturgemäß deutlich höhere Preise.
Auch die Fortbewegung auf der Insel schlägt nicht übermäßig ins Budget. Einheimische Taxis berechnen etwa 5 bis 7 Kronen pro Kilometer, wobei der Endpreis vom Mindestfahrpreis, der Fahrtdauer und der Fahrzeugkategorie abhängt.
- Transfer vom Flughafen: Die Fahrt ins Zentrum von Houmt Souk kostet in der Regel zwischen 110 und 180 Kronen.
- Längere Strecken: Weiter entfernte Hotelkomplexe an der Küste schlagen entsprechend höher zu Buche.
Genau jenseits der Mauern der gehobenen Ressorts entfaltet sich der eigentliche wirtschaftliche Vorteil dieses Herbstreiseziels in seiner vollen Stärke.
Wer dort isst, wo die Einheimischen essen, auf traditionellen Märkten einkauft und gewöhnliche Verkehrsmittel nutzt, kann erheblich sparen. Auf diese Weise lassen sich die Urlaubskosten auf ein absolutes Minimum reduzieren – mit einem deutlich spürbaren Unterschied gegenüber all jenen, die ihren gesamten Aufenthalt in einer einzigen, teuren Unterkunft verbringen.










