Ukraine meldet neuen Rekord: Tiefster Angriff auf russisches Territorium durchgeführt

Ein historischer Meilenstein für die ukrainischen Streitkräfte

Die ukrainischen Streitkräfte haben eine Leistung vollbracht, die es in dieser Form noch nie gegeben hat. Ihnen gelang der bislang weitreichendste Drohnenangriff auf russisches Territorium seit Beginn des laufenden Konflikts.

Wie der ukrainische Generalstab bestätigte, wurde am 9. September eine strategisch wichtige Gasanlage im Nordwesten Sibiriens ins Visier genommen. Der Einschlagspunkt liegt 3.200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Zum Vergleich: Diese Distanz übertrifft die Strecke vom südlichsten Zipfel Floridas bis zur kanadischen Grenze – die beträgt lediglich rund 2.600 Kilometer.

Das Ziel im arktischen Energiezentrum Russlands

Getroffen wurde die große Gas- und Kondensatverarbeitungsanlage in Novy Urengoy, die im Autonomen Kreis Jamal-Nenzen liegt. Vertreter der ukrainischen Spezialkräfte betonten, dass Russland dieses Gebiet bis zu diesem überraschenden Moment als absolut unantastbar und vollkommen sicher betrachtete.

Aufnahmen erschütterter Anwohner zeigten dichten schwarzen Rauch und mächtige Flammen, die über dem Industriekomplex aufstiegen. Fachleute, die die operativen Daten verfolgten, stellten fest, dass die Fackeln der Raffinerie daraufhin rasch begann, überschüssige Gasmengen abzubrennen – um das Risiko massiver Explosionen zu bannen.

Weit jenseits der Sicherheitsgrenze

Diese strategische Anlage verarbeitet jährlich rund 19,5 Millionen Tonnen Erdöl und Erdgas. Aus militärischer Sicht noch bedeutsamer: Sie produziert Dieselkraftstoff, der direkt an die russischen Invasionstruppen geliefert wird.

Hinter diesem außergewöhnlich langen Flug steckt eine fortschrittliche Drohne namens FP-1, entwickelt vom ukrainischen Rüstungsunternehmen Fire Point. Dass der Angriff tatsächlich stattfand und erheblichen Schaden anrichtete, wurde später offiziell vom regionalen Gouverneur Dmitri Artyukhov eingeräumt.

Bemerkenswert ist außerdem, dass das getroffene Ziel nur 600 Kilometer vom gigantischen Komplex Yamal LNG entfernt liegt. Diese einzige Anlage sichert allein mehr als 60 Prozent aller russischen Flüssigerdgasexporte.

Der Druck auf europäische Entscheidungsträger wächst

Alexander Kirk, Sanktionsexperte der Umweltorganisation Urgewald, schlägt in diesem Zusammenhang Alarm. Er warnt davor, dass sich der Krieg – nur wenige Tage vor einem entscheidenden europäischen Arktis-Gipfel – direkt in das arktische Energiezentrum Russlands verlagert hat. Europa müsse jetzt handeln, so seine klare Forderung.

Kirk drängt die europäischen Länder mit Nachdruck, das bestehende Sanktionsregime zu verschärfen, bevor weitere reale Militärangriffe die Gasinfrastruktur treffen, die Europa beliefert. „Die Europäische Union muss die Situation direkt angehen“, betont er und präzisiert, dass das in Vorbereitung befindliche zweiundzwanzigste Sanktionspaket alle 14 Eisbrecher-Tanker der Arc7-Klasse ins Visier nehmen sollte.

Experten zufolge ist genau diese Flotte das Rückgrat des Projekts Yamal LNG. Gleichzeitig sei es unbedingt notwendig, bürokratische Schlupflöcher zu schließen, die europäischen Unternehmen nach wie vor ermöglichen, diesen Schiffen wichtige Transport- und Wartungsdienstleistungen zu erbringen.

Selenskyjs eindringliche Warnung

Angesichts der kontinuierlich wachsenden Reichweite ukrainischer Drohnen richtete Präsident Wolodymyr Selenskyj eine ernste Warnung an ausländische Regierungen und internationale Fluggesellschaften. Er machte deutlich, dass der russische Luftraum aufgrund der anhaltenden und zunehmend intensiven Luftangriffe schon bald de facto vollständig gesperrt sein werde.

Author

  • Lena Hoffmann ist eine deutsche Content Creatorin, die Inspirationen rund um Wohnen, Organisation und den Alltag teilt. Ihre Inhalte verbinden praktische Tipps mit modernen Ideen für ein angenehmes Zuhause.

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