Herbstliche Gartenarbeit bedeutet nicht das Ende des lebendigen Gartens
Wenn der September Einzug hält, räumen die meisten von uns Gartenmöbel weg, säubern die Beete und bereiten die Grünflächen auf kühlere Tage vor. Doch auch wenn die Hauptsaison sich dem Ende nähert, macht die Natur ringsum keine Pause.
Die Tage werden spürbar kürzer und die Nächte frischer – aber ein sonniger Herbstnachmittag lockt nach wie vor eine erstaunliche Vielfalt nützlicher Insekten an. Dein Garten kann weiterhin voller Leben sein, man muss nur wissen, wie man ihm ein bisschen auf die Sprünge hilft.
Mit einem einzigen cleveren Handgriff lässt sich der eigene Grünbereich in einen unwiderstehlichen Anziehungspunkt für faszinierende geflügelte Besucher verwandeln. Das einzige, was du dafür brauchst, ist etwas absolut Gewöhnliches, das wahrscheinlich schon in deiner Küche wartet: eine frische Orange.
Eine farbenfrohe, energiereiche Lockfalle für Schmetterlinge
Diese alltägliche Zitrusfrucht wirkt wie ein regelrechter Magnet auf Schmetterlinge, die auch im Übergang von Sommer zu Herbst unermüdlich nach Nahrung suchen. Ein wunderschönes Beispiel dafür ist der Distelfalter, eine Art, die in Gärten während des gesamten August und September regelmäßig anzutreffen ist.
Diese zarten Vertreter der Insektenwelt haben eine ausgeprägte Schwäche für leuchtende Farben, süße Düfte und einen hohen Zuckergehalt. Eine reife Orange ist daher eine nahezu perfekte Wahl, um sie gezielt anzulocken.
Entscheidend ist die richtige Platzierung dieses süßen Buffets. Lege die Frucht an einer gut sichtbaren Stelle ab, von der aus ihr intensives Aroma vom Wind leicht verbreitet werden kann. Genauso wichtig ist es, sicherzustellen, dass die Schmetterlinge das Fruchtfleisch bequem und sicher erreichen können.
So geht es richtig – und worauf man achten sollte
Diesen Gartentrick in die Praxis umzusetzen ist denkbar einfach. Die schnellste Methode besteht darin, die Orange zu halbieren und auf einen dünnen Stab zu stecken, der direkt ins Beet gesteckt wird. Alternativ lässt sich die Hälfte auch direkt an einen Ast hängen.
Sehr gut funktioniert auch die Variante mit der Wasserbarriere. Fülle etwas Wasser in eine flache Schale und platziere in der Mitte einige dickere Zitrusscheiben. Das Wasser hält Ameisen zuverlässig vom leckeren Futter fern, ohne Schmetterlinge beim Landen im Geringsten zu behindern.
Diese Methode hat jedoch eine Besonderheit, die man nicht vergessen sollte. Süße, duftende Früchte ziehen leider auch unerwünschte Gäste an – allen voran Mäuse und Ratten.
Aus diesem Grund empfiehlt es sich unbedingt, die Zitrusfrucht hoch genug über dem Boden zu platzieren, beispielsweise in einem hängenden Insektenfutterhäuschen. So haben bodenlebende Schädlinge keinerlei Chance, an das Festmahl zu gelangen.
Wer also eine überreife Orange hat, die niemand mehr essen würde, hat damit die beste aller möglichen Verwendungen gefunden. Solange das Wetter mitspielt, hält dieser simple Trick deinen Garten auch in den ersten Herbstwochen voller faszinierendem Leben.










